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Podcast Episode #03

PODCAST #03 Warum du Stress nicht ignorieren solltest

Eine weitere Podcast Episode von und mit Anne Bucher und Anja Landler für dich als Hundehalterin:

“Bloß kein Stress” oder doch “Stress gehört zum Leben, da muss der halt durch”?

In der Welt der Hundehalterinnen scheinen sich gerne Lager zu bilden. Dabei wäre die Mitte doch ideal. Nur woran kannst du sehen, wo für euch die Mitte ist?

Hier findest du nochmal zwei wichtige Blogartikel zu den Themen Was Stress bewirkt und Klassische Stressanzeichen.

Was macht Stress mit unseren Hunden?

Stress ist ein notwendiges System, um sich anzupassen. Stress stellt Energie bereit, damit sich dein Hund besser fühlt. Wenn sich dein Hund nicht anpassen kann, wird das zur Belastung.

Stressauslöser sind zum Beispiel:

  • Plötzliche Geräusche
  • Neue Situationen
  • Hitze, Kälte
  • Über- und Unterforderung
  • Schmerzen
  • Angst, Wut, Frust und Konflikte

Strategien entwickeln

Du kannst nicht nur die Stresszeichen direkt in einer Situation erkennen und beobachten ob dein Hund eigenständig Strategien entwickelt, die auch für dich in Ordnung sind. Auch danach hast du noch die Chance, Stress zu erkennen. Was macht dein Hund nach einer potentiell stressigen Situation? Braucht er länger, bis er nach dem Gassi runterkommt? Oder läuft er noch einige Runden in der Wohnung? Reagiert er vielleicht auf die Geräusche im Haus oder draußen heftiger als sonst? Kann er vielleicht seinen Kauknochen nicht gleich nehmen?

Wir sollten also Stress nicht einfach ignorieren, wenn der Hund keine für ihn und dich passenden Strategien entwickelt. Wir überlegen uns, was er noch lernen sollte. Für häufige Stressauslöser brauchen wir ein angepasstes Training. Für einmalige oder seltene Stressmomente kann ich mitunter mit einer schönen Erholungsphase mit den Lieblingsbeschäftigungen kompensieren.

Das Gehirn wird stark belastet, wenn der Stress chronisch wird. Gelerntes Verhalten kann nicht mehr abgerufen werden und reflexive, impulsive Verhaltensweisen werden häufiger. Das ist meist unerwünschtes Verhalten.

Werkzeuge

Hat dein Hund häufig Stress, werden gewisse Dinge für ihn sehr wichtig. Und zwar belohnende Tätigkeiten wie jagen, sich putzen oder bellen. Tür und Tor sind also für einen stark erregten und schwer motivierbaren Hund geöffnet.

Ein Koffer mit wenigen, dafür sehr robusten und gut funktionierenden Werkzeugen hilft also bei der Strategieentwicklung in stressenden Situationen. Übrigens: Achte dabei immer darauf, dass diese Strategien auch funktionieren, wenn du nicht in der Nähe deines Hundes bist!